Sonntag, 22. Januar 2017

Vorarlberg - Wanderung von der Bergstation Sonnenkopf zum Muttjöchle

Vorarlberg - Wanderung von der Bergstation Sonnenkopf zum Muttjöchle

Land: Österreich/Vorarlberg

Zeit: 31.12.2016  (auch wenn es wegen des fehlenden Schnees nicht so aussieht)



Unser Urlaub zum Jahreswechsel führte uns nach Vorarlberg. Eigentlich wollten wir Langaluf machen, aber selbst in den Höhenlagen gab es keinen Schnee. Also nutzten wir das Postkartenwetter mit wolkenlosem blauen Himmel in den Bergen zum Wandern. Eine Wanderung führte uns von der Bergstation der Sonnenkopfbahn (1840 m) zum Muttjöchle (2075 m), In den Beschreibungen ist die Wanderung mit 2,5 bis 3 Stunden (Hin- und Rückweg) angegeben, es werden etwa 300 Höhenmeter auf und ab bewältigt. Diese Wanderung ist eine schöne Panoramawanderung mit imposanter Rundumsicht, genau das Richtige zum Abschalten und Erholen.

Blick aus dem Fenster der Seilbahn in Richtung Stuben, grüne Täler, Schnee erst ab etwa 1800 m

Blick von der Seilbahn zum Purtschakopf, normalerweise tummeln sich um diese Jahreszeit hier die Skifahrer


Bergstation der Sonnenkopfbahn

Blick zurück zur Bergstation, schon nach wenigen Minuten bewegt man sich in einem schönem Panorama

Vom Riedkopf führt normalerweise hier irgendwo der Winterwanderweg entlang. Dieser war aber wegen Schneemangel geschlossen, wir wurden auf den Sommerwanderweg verwiesen...

... der dann gelegentlich auch durch Schneefelder führte. Im Hintergrund das Restaurant Muttjöchle auf dem Riedkopf

Sonne und Wind hatten im Schnee immer wieder bizarre Formen erzeugt

Blick zum Muttjöchle über die alpine Hochgebirgslandschaft

Jetzt nur noch da hinauf...

Blick vom Gipfel zurück zur Sonnenkopfbahn

Blick zur Ameisenspitze (2589 m) und Westlichen Eisentälerspitze (2710 m)

Blick in Richtung Bodensee, rechts das Klostertal, links das Silbertal, man kann die Wanderung auch in diese Richtung über Kristberg fortsetzen

Gipfelfoto

...natürlich auch mit mir

Blick in Klostertal, im Hintergrund erkennt man die Hochnebelfelder im Tal, die sich bis zum Bodensee hinzogen und "unten" eher für trübes Wetter sorgten.

Eine bezaubernde Landschaft: Wolkenloser blauer Himmel, glitzernder weisser Schnee, das Braun der Wiesen und Berge und dazu das Grün der Vegetation

Auf dem Rückweg Blick in Richtung Norden auf die Gipfel des Arlberggebietes

... und noch ein letzter Blick zurück, bevor es zur Stärkung auf die Sonnenterasse des Restaurants geht

Blick zum Purtschakopf



Dies war eine sehr schöne Wanderung. Das Versprechen der Werbeprospekte der Seilbahn war nicht übertrieben, dass diese Winterwanderung eine der schönsten Panoramawanderungen der Region ist.

Wie schon geschrieben kann man vom Muttjöchle auch hinab zur Bergstation der Kristbergbahn wandern und dann ins Silbertal hinabfahren (oder auch laufen).

Einkehren kann man in den Restaurants bei der Bergstation der Sonnkopfbahn oder im Restaurant Muttjöchle auf dem Riedkopf.

Ansonsten sollte man daran denken, dass man sich hier im Hochgebirge bewegt, gute Wanderschuhe und entsprechende Kleidung sind unbedingt notwendig. Und bei dem Wetter wie auf den Fotos benötigt man auch eine gute Sonnencreme.




Mittwoch, 25. Mai 2016

Madeira - Wanderung an der Levada do Norte

Madeira - Wanderung an der Levada do Norte oberhalb von Ribeira Brava

Land: Portugal/Madeira

Zeit: Mai 2016


Die Zeit von Himmelfahrt bis Pfingsten 2016 nutzten wir für einen Wanderurlaub auf Madeira. Unsere erste Levada-Wanderung starteten wir in Boa Morte oberhalb von Ribeira Brava, nachdem wir die  Hochebene Paul da Serra  und die Gegend von Rabacal wegen strömenden Regens wieder in Richtung Südküste verlassen hatten. Die Tour ist im Rother Wanderführer Madeira Ausgabe 2016 als Tour 7 sehr gut beschrieben. Auch die Anforderungen an die Schwindelfreiheit sind treffend formuliert, ich habe die Tour 500 m vor dem Tunnel beendet. Die Strecke bis dahin haben wir in ca. 1,5 Stunden ohne größere Pausen und ohne Fotos zurückgelegt. Während meine Frau auf der Levada-Mauer noch etwas weiter wanderte, spürte ich doch überraschenderweise deutliche Schwindelgefühle wegen des direkt neben der Levada ca. 40 m fast senkrecht abfallenden Felsens und der Abwesenheit von Sicherungen, die zumindest mentale Stütze geben. Also packte ich schon mal die Kamera aus, um dann den Rückweg zu dokumentieren.
Dies Wanderung auf etwa 530 m Höhe ist sehr abwechslungsreich, da die Levada durch verschiedene Landschaften führt. Dies zeigen hoffentlich auch die folgenden Fotos, die wie beschrieben den Rückweg dokumentieren.



Nach dieser Kurve endete für mich der Hinweg, der Abgrund auf der linken Seite war das Problem. Im Hintergrund ist der Ecumeada-Pass in den Wolken verschwunden.

Blick etwa 300 Höhenmeter hinab auf die Straße vom Ecumeada-Pass zum Meer

Phantastische Aussichten und immer noch eine Böschung neben der Levada...

... auch wenn es danach steil hinab ging.

Immer wieder haben wir den Ausblick bis hinunter zum Meer genossen.

Blick über das tiefe Tal auf die gegenüberliegende Hangseite, auch dort sind deutlich Levadas zu sehen.

Blick hinunter auf Eira do Mourao, der Ort thront malerisch auf einem Bergsporn

Die Levada ohne Wasser vorbei an Weinbergen

Oben die Levada do Norte, etwa 50 m tiefer ist eine andere Levada zu sehen. Der Wasserfall links der Bildmitte...

... entpuppte sich als Kreuzung zweier Wasserkanäle

Hier wurde die Levada do Norte wieder gut gefüllt
Terassengärten links und rechts der Levada...
... mit vielen Blumen

Etwa in Bildmitte verläuft die Levada durch die Siedlung.

Eine Brücke über eine Schlucht, in der Brücke ist der Wasserkanal, darüber der Weg

Blick hinab in die etwa 15 m tiefe Schlucht, vom Erosion gezeichnete Felsen

Malerischer Wegabschnitt durch einen Eukalyptuswald...

...der leider etwas weiter vor ein paar Jahren einem Waldbrand zum Opfer gefallen ist

Verkohlter Eukalyptus ...
... und weiter der schöne Weg ...

... durch üppiges Grün, und viele Blumen und Blüten

Impression am Wegesrand


Fuchsien in der Wildnis

Ich hoffe, mit diesen Bildern einen kleinen Eindruck von dieser schönen, abwechslungsreichen und nicht sehr anstrengenden Tour zu geben.
Wegen der Ortsbezeichnungen bitte ich um Nachsicht, hatte keine portugiesische Tastatur.

Hinweise zur Wanderung:

- Der Wanderführer schreibt treffend dass der letzte Teil des Weges "absolute Schwindelfreiheit" voraussetzt. Der Weg bis dahin ist für alle machbar, man kann quasi an seine Grenze heranwandern.
- Vor allem nach Regen ist gutes Schuhwerk empfehlenswert, der Weg könnte dann stellenweise sehr rutschig sein.
- Im ersten Teil des Weges könnte es bei dichtem Grasbewuchs Probleme mit Zecken geben (auch wenn wir nichts davon bemerkt haben).
-Wenn es im ersten Teil des Weges immer wieder planscht, dann sind das Frösche, die vom Weg in die Levada flüchten.

Wir wünschen allen viel Spaß beim Wandern auf Madeira oder sonst irgendwo.


Samstag, 19. September 2015

Expedition 2015 - Islands Geschichte und Natur: Der Golden Circle

Expedition 2015 - Islands Geschichte und Natur: Der Golden Circle

Land: Island/Norwegen/Spitzbergen

Zeit: Juni/Juli 2015


Unsere Expedition in den Norden Europas führt uns zunächst nach Island. Wir übernachteten 3 Nächte in Reykjavik.

Der erste Ausflug war gleich der touristische Klassiker auf Island, die Tour zum Golden Circle. Wir hatten bei Erlingsson Naturreisen für unsere Gruppe von acht Personen eine individuelle Tour gebucht. Unser Tourguide war eine Musikerin des isländischen nationalen Sinfonieorchesters, die in den Theaterferien Touristengruppen durch das Land führt. Sie sprach ausgezeichnet Deutsch und verstand es, uns Land und Leute mit seinen Eigenarten nahe zu bringen. Die folgenden Bilder sollen einen Eindruck der ersten drei Stationen dieser Rundreise vermitteln.
Die erste Station war Þingvellir (thingvellir), ein historischer Ort der Isländer und ein geographisch beeindruckender Punkt. Etwa im Jahre 930 tagte hier die erste gesetzgebende Versammlung der Isländer, eines der ältesten Parlamente der Welt. In den folgenden Jahrhunderten wurden an diesem Ort immer wieder geschichtsträchtige Entscheidungen für die Insel getroffen.
Geologisch ist der Ort interessant, weil genau hier die Spalte zwischen der amerikanischen und der eurasischen Platte verläuft. Diese beiden Platten entfernen sich mit einer Geschwindigkeit von etwa 12 mm im Jahr voneinander, dies ist auch die Quelle für den umfangreichen aktiven Vulkanismus auf Island.

Blick über das Hochland auf Gletscher und Vulkan 

Die Spalte zwischen Amerika und Europa mit tollen Lavaformationen
Ein Fuß auf Europa, ein Fuß auf Amerika...

Viele Betrieb im "Altmännergraben"...

Am historischen Versammlungsplatz

Bizarre Felsformationen an der Schlucht ...

... und argwöhnisch die Touristen beobachtende Jungvögel


Der zweite Punkt unserer Tour war der goldene Wasserfall Gulfoss, bei dem sich etwa 120 m³ Wasser je Sekunde über zwei Stufen von 12 m und 25 m in die Tiefe stürzen. Die Kombination aus den unbändigen Naturgewalten des Wassers, der endlosen Weite des Hochlands und dem Blick auf Gletscher und Vulkane bietet ein beeindruckendes Erlebnis.

Der Gullfoss

Blick auf die Felsplattform am Wasserfall

Tosende Gischt in der Schlucht

Spritzende Wasserfälle beim Blick von der Plattform...

Die Kamera war spritzdicht....

Und noch einmal der Blick aus der Nähe des Parkplatzes

Der dritte Punkt unserer Tour führte uns zum Geothermalgebiet Haukadalur. Hier befindet sich der Ur-Geysir, von dem alle Geysire der Welt ihren Namen haben. Seit einem Erdbeben vor ein paar Jahren hat dieser Geysir seine Tätigkeit pausiert, dafür schießt aus dem nur wenige Meter entfernten Strokkur zuverlässig alle 10-15 Minuten eine bis zu 35 m hohe Wasserfontäne in die Höhe. In diesem Gebiet war die Intensität des Vulkanismus auf Island deutlich spürbar.

Erstzunehmender Hinweis, jede "Pfütze" konnte kochendes Wasser sein, und niemand steckt seinen Finger in einen Topf mit kochendem Wasser...

Der Ur-Geysir vor der endlosen Weite des Hochlands

Wie der Name schon sagt, etwa 1 Meter Durchmesser



Blick vom Hügel auf Strokkur und Touristenzentrum

Etwas näher ....

... und ganz nahe.

Weitere Punkte unserer Tour waren der alte Bischofssitz Skalholt und das größte geothermische Kraftwerk des Landes. Auch wenn diese Tour touristisch sehr überlaufen ist, sind die besuchten Ziele so beeindruckend dass sich diese Tour auf jeden Fall lohnt. In den Fahrzeiten erzählte uns unser Tourguide viel über das Leben in Island.


Hinweise:
- Das Sommerwetter auf den Bildern war für isländische Verhältnisse absoluter Hochsommer und ist eher eine Ausnahme
- Für die Tour nach einem Veranstalter suchen, der diese Tour in kleinen Gruppen macht, da kommt es dann auch nicht auf die genaue Einhaltung eines Zeitplanes an
- Vielen Dank an dieser Stelle an Svava, unseren Tourguide.


Eine tolle Insel, vielleicht fahren wir noch mal zum Wandern da hin.