Sonntag, 2. Juli 2017

Baltikum - Impressionen aus Kaunas und von der litauischen Ostseeküste

Baltikum - Impressionen aus Kaunas und von der litauischen Ostseeküste

Land: Litauen/Kurische Nehrung, Nidden

Zeit: Mai 2017


Eine spannende Urlaubsreise führte uns im Mai/Juni 2017 für 11 Tage quer durch das Baltikum.
Wir erlebte sehr eindrucksvoll und intensiv drei Länder und drei verschieden Völker. Unsere kleine Reisegruppe bestand aus 14 Reisenden, der Reiseleiterin und dem Busfahrer. Wie immer soll dieser Blog kein Reisebericht oder gar Reiseführer sein, sondern einfach ein paar Impressionen liefern und Lust machen, die hier gezeigten Orte auf dieser Welt selbst zu erkunden. Ein paar Details zur Reise gibt es am Ende des Posts.

Nachdem wir Vilnius und Trakai erkundet hatten führte uns unsere Tour an die litauische Ostseeküste. Unterwegs machten wir Halt in Kaunas, der zweitgrößten Stadt Litauens. Es folgen ein paar Impressionen aus dieser Stadt.

Schon am Parkplatz wurden wir mit dem Humor dieser Stadt konfrontiert

Die Reste der Burg, im Hintergrund der Rathausturm und die Türme der Jesuitenkirche

Originelle Skulpturen in der Altstadt

Gebäude aus der Hansezeit
Bronzeskulptur in der Fußgängerzone mit
frischen Maiglöckchen


Der Rathausplatz, rechts das Rathaus und links die Kirche des Jesuitenklosters
Schon früher gab es Machtspiele "Wer hat den größten..." 


Wir besichtigten die Gemäldegalerie mit Werken des litauischen Nationalkünstlers, Malers und Komponisten Mikalojus Konstantinas Ciurlionis. Dort erhielten wir mit mir einer Führung einen guten Überblick über sein Schaffen als Maler. Ein etwa halbstündiges Klavierkonzert im Museum mit Ausschnitten aus musikalischen Werken des Künstlers, speziell für uns, rundeten den Besuch der Stadt ab.

Die Bilder des Malers waren sehr stimmungsvoll und geprägt von viel Symbolik


Am Abend kamen wir mit etwa einer Stunde Verspätung wegen einer Panne des Busses in unserem Hotel in Nidden auf der Kurischen Nehrung an. Am nächsten Tag erkundeten wir die Gegend.

Zunächst konnten wir im Bernsteinmuseum nicht nur interessante Exponate bewundern, sondern uns auch selbst in der Bearbeitung vom Bernstein versuchen. Den Bernsteinstaub opferten wir dann in einem Feuerzauber den Göttern, damit diese unsere Wünsche erfüllen.

In Vitrinen konnten wir durch Lupen den Bernstein bestaunen und Lebewesen aus der Vergangenheit bewundern...

..., so wie diese Schnake, die vor 30-50 Millionen Jahren vom Baumharz gefangen wurde

Der Schleifstaub des Bernsteins verpuffte mit leuchtender Stichflamme...

... um dann eine schwarze Rauchwolke zu erzeugen.
Ein beeindruckender Dialog mit den Göttern...

Blick auf dass Haff

Das Urlaubsquartier von Thomas Mann, heute ein Museum.


Dann spazierten wir durch Nidden.  Eine Sehenswürdigkeit dieser Gegend sind die großen Wanderdünen. Südlich von Nidden erstreckt sich bis zur russischen Grenze ein Naturreservat in dieser Dünenlandschaft. Wir wanderten an den endlos langen schönen Strand die Ostsee, kühlten uns bei einem Bad im 17°C warmen Wasser ab und genossen die Natur.

Blick vom Haff auf Nidden, idyllisch im Wald gelegen, der Leuchtturm thront über dem Ort und
der Funkmast erinnert an die nahe russische Grenze


Die Ostseite der Wanderdüne - nach der Dune de Pilat die zweithöchste Wanderdüne Europas

Langsam verschlingt die Düne den Wald, so wie in den vergangenen Jahrhunderten schon mehr als 10 Dörfer auf der Nehrung

Blick vom Obelisken oberhalb von Nidden auf die Dünen

Der Obelisk, gleichzeitig eine Sonnenuhr, steht am höchsten Punkt der Düne (55 m hoch)


Leuchtturm mit schöner Parkanlage
Humorvolle Wanderwegweiser


Endlose breite und saubere Strände an der Ostseeküste der Nehrung

                   
Am nächsten Tag fuhren wir auf der Kurischen Halbinsel nach Norden. Der erste Halt führte uns in eine Komorankolonie, die dort zu Hunderten ihre Nester bauen und mit ihren Kot die Bäume, auf denen Sie nisteten, zum Absterben brachten. Dies war ein imposantes Naturschauspiel.

Panorama des toten Waldes

Die Komorane in ihren Nestern ...

... ganz schön viele dieser imposanten Vögel, die dann den Wald einfach zusch....

Majestätisch und grazil im Flug
 
Weiter führte uns die Tour zum Hexenberg. Auf diesem Berg sind eine Vielzahl von aus Holz
geschnitzten Figuren zu sehen, die für die Sagen und Märchen der Region stehen. In einer etwa einstündigen Wanderung erzählte uns unserer Reiseführerin die eine oder andere Sage aus der Gegend.

Der Eingang zur Rundwanderung
Die Ermahnung, leise zu sein


Der Sagenheld Naglis
Die wartende Fischersfrau...


... und der Fischer auf seinem Boot

Der Gott auf der Wolke 
Hexe


In der Musikergruppe aus Holz erfreuten uns dann noch echte Musiker..




Mittag machten wir einen Stop im Klajpeda, dem ehemaligen Memel.

Der Theaterplatz mit Blick auf das Theater

Finnischer Dreimaster, heute Gaststätte
Ännchen von Tharau auf dem Simon-Dach-Brunnen



Dann trafen wir uns nördlich von Memel mit einem Bernsteinfischer, der uns in die Geheimnisse dieses Handwerks einführte.

Humorvoll und sachkundig wurden wir
in die Bernsteinfischerei eingewiesen...
... um dann selbst zu suchen


In Tang und Treibholz  verbirgt sich das Gold des Nordens


Am späten Nachmittag ging es dann weiter nach Lettland.

Diese Bilder sollen Lust machen, diese durchaus reizvolle Gegend selbst zu erkunden. Hier noch ein paar Anmerkungen zu unserer Reise:

- Wir hatten gebucht über Zeitreisen, unsere Hoffnung auf eine kleine Reisegruppe mit angenehmen Mitreisenden und eine kompetente Reiseleitung sowie interessante Begegnungen wurden erfüllt
- Veranstalter war Reisen mit Sinnen
- Unsere Reisegruppe bestand für die gesamte Baltikumstour aus 14 Reisenden, der Reiseführerin und dem Busfahrer
- Unsere Reiseleiterin ist Litauerin, hat an der Uni Vilnius studiert und arbeitet an der Uni Klaipeda, als Diplomübersetzerin spricht sie perfekt deutsch und konnte viel über das Leben und die Geschichte erzählen
- Das Lohnniveau in Litauen ist relativ gering, der Urlaub ist deshalb für Deutsche relativ preiswert

Viel Spaß beim Erkunden der Region.

PS:Wenn es mir meine Zeit erlaubt, werde ich noch Beiträge zu Riga und Tallinn erstellen, Impressionen aus Vilnius gibt es ja schon in meinem Blog.

Sonntag, 25. Juni 2017

Baltikum - Impressionen aus Vilnius und Umgebung

Baltikum - Impressionen aus Vilnius und Umgebung

Land: Litauen/Vilnius

Zeit: Mai 2017


Eine spannende Urlaubsreise führte uns im Mai/Juni 2017 für 11 Tage quer durch das Baltikum.
Wir erlebte sehr eindrucksvoll und intensiv drei Länder und drei verschieden Völker. Unsere kleine Reisegruppe bestand aus 14 Reisenden, der Reiseleiterin und dem Busfahrer. Wie immer soll dieser Blog kein Reisebericht oder gar Reiseführer sein, sondern einfach ein paar Impressionen liefern und Lust machen, die hier gezeigten Orte auf dieser Welt selbst zu erkunden. Ein paar Details zur Reise gibt es am Ende des Posts.

Wir flogen mit Lufthansa von Frankfurt nach Vilnius, am Flughafen empfing uns unsere Reiseleiterin und der Bus brachte uns zum Hotel. Nach dem Einchecken und einer Erholungspause starteten wir zur ersten Erkundung durch Vilnius.

Gleich der erste Stop führte uns in eine interessante Ecke, wir besichtigten die Republik Uzupio, eine Künstlerkolonie in Litauens Hauptstadt Vilnius.

Der Eingang in die Künstlerrepublik - Das Cafe hinter dem Schild ist auch das Parlament 

Kunst an den Wänden einer Gasse

Kunst und Grafitti

Der Engel - Das Symbol der Republik

Blick über die Pizzeria auf eine der vielen Kirchen

An einer Wand war die Verfassung der Künstlerrepublik in verschiedenen Sprachen veröffentlicht

Manche Straßen in Vilnius erinnerten an alte Zeiten

Anschließend spazierten wir durch die malerische Altstadt und besichtigten einige Kirchen. Obwohl die Bevölkerung Litauens eher atheistisch ist gibt es erstaunlich viele und oft recht gut restaurierte Kirchen, die eine Besichtigung Wert sind.

Das einzige noch erhaltene Stadttor
Blick durch das Tor in die Altstadt

Blick zurück auf das Tor
Blick durch das Fenster auf eine prunkvolle Ikone


Die russisch-orthodoxe Heiliggeistkirche, drinnen konnten wir dem Gesang im Gottesdienst lauschen

Einer der vielen Kirchtürme...
... von jedem Platz in Vilnius sieht man mindestens drei Kirchen

Unser Willkommens-Abendessen schließlich führte uns in ein Restaurant, welches tagsüber als Museum geöffnet hat und dann Abends das Speisen in den Museumsräumen anbietet.

Unscheinbarer Eingang zu Museum und Restaurant
Wir saßen in der guten Stube,...
























.. die für uns festlich gedeckt war

Der nächste Tag führte uns (passend zum Regenwetter) in die Bibliothek der Universität Vilnius, eine der ältesten Universitäten in Europa.

Der Eingang zum prunkvollen historischen Lesesaal der Universitätsbibliothek

In den Vitrinen und auf den Tischen lagen alte Schriften

Blick in den prunkvollen Saal

Das blaue Lesezimmer 

Die Alma Mater der Universität
Buchhandlung Littera im Universitätsviertel


























Blick vom Turm der Universität auf Präsidentenpalast und Stadtzentrum

Zur Mittagszeit erkundeten wir die Gegend rund um den Dom von Vilnius.

Glockenturm und Domkirche, auf dem Platz eine Rennstrecke für Drohnen, da fand gerade ein Wettbewerb statt

Denkmal für Großfürst Gedimas, dem Begründer der Stadt
In der Domkirche

























Dann fuhren wir in die ehemalige Haupstadt Trakai, um dort nach dem Mittagessen die mittelalterliche Wasserburg zu besichtigen, Ein sehr sehenswertes und beeindruckendes Ausflugsziel, Mittelalterromatik verbindet sich dort mit greifbarer Geschichte, inbesondere auch aus der Zeit des Deutschritterordens.

Holzhäuser im nordischen Stil in Trakai

Romantische Mittelalterathmosphäre

Die Wasserburg Trakai

Im Innenhof, die Burg ist ein Museum und bietet eine interessante Ausstellung zur Geschichte 

Der Innenhof des Hauptgebäudes

Am Abend unternahmen wir noch eine Stippvisite in der St. Peter-Paul-Kirche, die den Besucher durch ihre umfangreichen Stuckarbeiten und Figuren beeindruckt und gefangen nimmt.

Die barocke St. Peter-Paul-Kirche

Im Innern der Kirche bezaubern mehr als 2000 Stuckfiguren und zahlreiche Ornamente 





Diese Bilder sollen Lust machen, diese durchaus sehenswerte Stadt selbst zu erkunden. Hier noch ein paar Anmerkungen zu unserer Reise:

- Wir hatten gebucht über Zeitreisen, unsere Hoffnung auf eine kleine Reisegruppe mit angenehmen Mitreisenden und eine kompetente Reiseleitung sowie interessante Begegnungen wurden erfüllt
- Veranstalter war Reisen mit Sinnen
- Unsere Reisegruppe bestand für die gesamte Baltikumstour aus 14 Reisenden, der Reiseführerin und dem Busfahrer
- Unsere Reiseleiterin ist Litauerin, hat an der Uni Vilnius studiert und arbeitet an der Uni Klaipeda, als Diplomübersetzerin spricht sie perfekt deutsch und konnte viel über das Leben und die Geschichte erzählen
- Das Lohnniveau in Litauen ist relativ gering, Vilnius ist für Deutsche eine sehr preiswerte Stadt

Viel Spaß beim Erkunden der Region.

PS:Wenn es mir meine Zeit erlaubt, werde ich noch Beiträge zu Riga, Tallinn und der kurischen Nehrung erstellen.